Forschungsgebiet Energieeinsparung

In Zeiten der Globalisierung und fahrlässigen Rohstoffverbrauchs sind die weltweiten Forschungsinstitute gefragt, Problemlösungen anzubieten und Innovationen voranzutreiben, um vor allem Energie zu sparen.

­Nachhaltigkeit und ein umsichtiger Blick in die Zukunft sind hierbei unumgänglich, um den nachfolgenden Generationen eine uneingeschränkte Nutzung der Energieressourcen zu ermöglichen.

Untersuchungen über den Energiebedarf eines Privathaushalts in Deutschland zeigen auf, dass das Bewusstsein Energie zu sparen unausgereift ist, wobei erhebliches Energiesparpotenzial vorhanden ist. Doch neben der individuellen Entscheidung des Haushalts umweltbewusster und sparsamer zu wirtschaften, ist vielmehr die Forschung gefragt, dem Konsumenten preiswerte Möglichkeiten anzubieten, um den Energieverbrauch ohne dessen Zutun drastisch zu senken.

Die Forschungen im Bereich Heizungsenergie sind in den vergangenen Jahren deutlich fortgeschritten, sodass es spezielle Systeme zur Wärmedämmung gibt, sodass der Wärmeverlust auf ein Minimum reduziert wird. Vor allem Luftdichtigkeit an Fenstern, Dächern und Türen ist unerlässlich, um nicht unnötig Energie aufzuwenden. Dank moderner Forschung bieten Hersteller bereits heute Nanotechnologien an, die es ermöglichen Frischluft, Wärme sowie Licht im Haus zu regulieren bzw. optimieren. Ein großes Problem sind in die Jahre gekommene Altbauten, die nicht mehr den heutigen Standards gerecht werden und in Europa über 60% aller Häuser ausmachen. Ein großer Coup gelang einem deutschen Unternehmen, welches ein System entwickelte, welches das Prinzip der Strahlungswärme perfektionierte. So ist es möglich, Energie nicht mehr über erwärmte Luft zu übertragen sondern über Infrarotstrahlung, die ohne zuvor die Raumluft erhitzen zu müssen, direkt den Körper wärmt und merklich zur Energieeinsparung beiträgt. Die Raumtemperatur kann um einige Grad Celsius gesenkt werden, ohne ein Unwohlsein beim Kunden zu verursachen. Weitere stetig verbesserte Innovationen sind ökologische Heizungssysteme wie Solaranlagen oder Pelletheizungen, die für zukünftige Neubauten nach Expertenmeinungen wegweisend für die Zukunft sind.

Erneuerbare Energien, wie z.B. Windenergie, Solarenergie, etc. gilt es anstelle der derzeit herkömmlichen Energiequellen wie Kohle, Erdgas sowie Öl zu nutzen, wobei von einer bewussten Umorientierung des Verbrauchers in den nächsten Jahren noch nicht auszugehen ist. Zahlreiche Projekte sind erst in ihrer Entstehungsphase oder sind noch für den Weltmarkt finanziell zu unrentabel. Heutzutage haben Energiesparlampen bereits die Glühbirne abgelöst und die Branche forscht fortlaufend weiter. Relativ neue Leuchtdioden (LEDs) sind auch im Gegensatz zur Halogenlampe bei der Energieeinsparung gravierend effizienter und sparen gegenüber der Glühlampe 90% der Energie ein, bei der Halogenlampe sind es nur 50%. Dennoch sind die Produktionskosten bei den LEDs noch hoch, wobei der Produktlebenszyklus am längsten im Konkurrenzvergleich ist.

Außerdem ist ein bedeutsames Ziel die Optimierung der Warmwassernutzung, wobei bereits kleine Sparmaßnahmen effektiv sind. Das Badewasser sollte nicht immer zu sehr erhitzt und ein Duschgang dem Wannenbad vorgezogen werden, da eine Reduzierung des Warmwasserverbrauchs die Kosten elementar senkt. Forschungserrungenschaften gilt es als Appell aufzufassen, auch wenn eine Neuorientierung seitens des Verbrauchers nötig ist, um nachhaltig Energie einzusparen.­

Kategorie: Forschung Forschungsgebiete

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KW 38 - Sonntag, 24. September 2017