Forschung benötigt Informationsmanagement

Der Begriff Informationsmanagement taucht immer häufiger in den Medien auf. Immer mehr Daten werden generiert und eine wachsende Zahl von Informationen wird in immer kürzeren Zyklen veröffentlicht.

­­Nicht zuletzt die stetig weiter voran schreitende Globalisierung und die Verbreitung des Internets verhelfen Informationsmanagement zu seiner Position als Schüsseldisziplin.

Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff?­

Was ist Information und was nicht?

Zu allererst müssen die Ausgangsbegriffe definiert werden. Die meisten Menschen sprechen zwar von Daten und Informationen, jedoch ist vielen der Unterschied nic­ht bewusst. Als Daten können zunächst alle Zeichenketten bezeichnet werden. Im Gegensatz zur Informationen sind Daten aber nicht immer mit einer Bedeutung versehen. Jeder kennt das Phänomen, wenn eine Datei auf dem PC mit dem falschen Programm geöffnet wurde. Öffnet man eine Bilddatei mit dem Editor, erhält man kryptische Zeichen ohne Bedeutung. Somit sind Informationen immer auch Daten. Der Umkehrschluss ist jedoch nicht zulässig.

Ausgangspunkt ist die Wertschöpfungskette

Das Management von Informationen geschieht auf verschiedenen Ebenen und Abteilungen eines Unternehmens. In Porters (1976) Modell der Wertschöpfungskette gibt es primäre Produktionsaktivitäten und sekundäre. Bei den primären Aktivitäten, wie etwa die Logistik oder die Produktion, werden Informationen benötigt und produziert. Ebenso wie bei den sekundären Aktivitäten, unter welche z.B. die Forschung und Entwicklung fällt.

Informationen als Rohstoff

Genauso wie ein Automobil aus Stahl und Kunststoff gefertigt wird, so fließt auch Know-How, also Information, in die Produktion mit ein. Information unterscheidet sich allerdings als Produktionsfaktor signifikant von klassischen Produktionsfaktoren.

Ziel des Informationsmanagements

Informationsmanagement findet in allen Bereichen eines Unternehmens statt. Über die genaue Definition des Begriffs streitet die Fachwelt bisweilen. Gemein ist jedoch allen Ansätzen, dass das Ziel des Informationsmanagements der bestmögliche Einsatz der Ressource Information ist.

IT ist unerlässlich

In der heutigen Welt findet Informationsmanagement ausschließlich mit Hilfe von IT-Systemen statt. Die Organisation und Speicherung der heutigen Informationsflut ist ohne den Einsatz von Computern nicht mehr leistbar. So passen auf einen CD-Rohling mehr 35.000 Buchseiten, sofern eine Seite mit ca. 20 Kilobyte Größe zu Buche schlägt. DVD und Blue-ray Disc können entsprechend ein vielfaches speichern. Das Lagern dieser Informationen ist in Papierform schlicht nicht mehr möglich.

Ansätze des Informationsmanagements

Es bestehen vier grundlegende Ansätze für das Informationsmanagement. Zum einen existiert der problemorientierte Ansatz, welcher ausgehend von einem bestehenden Handlungsfeld eine Lösungen sucht. Der aufgabenorientierte Ansatz des Informationsmanagements ist vor allem Führungsaufgabe. Prozessorientierte Ansätze zur Lösung von Informationsmanagementproblemen betten Aktivitäten in Abläufe ein und suchen so nach Lösungen. Der vierte und letzte Ansatz beschäftigt sich mit der Architektur der Informationsverarbeitung.

Kurz und knapp

Strategisches Informationsmanagement verbindet Unternehmensstrategie und den IT-Einsatz. Informationsmanagement ist ein weites Feld und wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Weiterentwicklung und Optimierung des Faktors IT ist der limitierende Faktor des Informationsmanagements.

Kategorie: Forschung

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KW 29 - Sonntag, 23. Juli 2017